17/01/2019

Das Rhino-Flüchtlingslager in Arua (Uganda) nutzt neue Technologien, um seinen Einwohnern das Leben etwas zu erleichtern. Mit Dreiwortadressen kann der Standort von jedem Haus, jeder Kirche, jedem medizinischen Zentrum und jeder Moschee auf einfache und genaue Weise beschrieben und leicht gefunden werden.

Um mehr über die Initiativen des CDC und HTiL in Arua zu erfahren, klicke hier.

Mehr als 116.000 Menschen leben im Rhino-Flüchtlingslager und dem Erweiterungsgebiet der Omugo-Zone in Arua (Uganda). Aufgrund der fehlenden Infrastruktur ist es für die Menschen, Helfer und öffentlichen Dienste schwierig, Standortinformationen zu übermitteln, wodurch das Wohlergehen der Bevölkerung leidet und humanitäre Initiativen behindert werden.

what3words ist stolz darauf, gemeinsam mit dem HumanTech Innovation Lab (HTiL) und dem Community Development Center (CDC) Dreiwortadressen in den Flüchtlingssiedlungen im Arua-Distrikt in Uganda mit dem Projekt „Addressing Beautiful Arua“ [„Das schöne Arua adressieren“] zu bringen.

Das Projekt hat zum Ziel, allen Einwohnern, Freiwilligen und Arbeitern im Bezirk Arua die gleichen Vorteile einer festen Adresse zu bieten wie denjenigen in Stadt- und Vorstadtgebieten. Das HTiL und CDC werden die Dreiwortadressen für jedes Haus, jede Kirche, Moschee, jedes medizinische Zentrum und jeden Lebensmittelverteilungspunkt in der Siedlung ermitteln und aufzeichnen. Beispielsweise ist ///gegenseitiger.zwecken.geführte die Dreiwortadresse für das Gesundheitszentrum.

Wenn die Einwohner im Rhino Camp ihre Dreiwortadresse kennen, können sie ihren Wohnort einfacher mitteilen. Eine Dreiwortadresse lässt sich leicht von Mensch zu Mensch oder telefonisch kommunizieren, sodass Besitz eines Smartphones nicht erforderlich ist, um seine Dreiwortadresse zu nutzen. Für Gesundheitspersonal ist dies der einfachste Weg, Patienten zu erreichen, um medizinische Leistungen und Nothilfe zu bringen. Die 50.000 Gebäude in der Siedlung mit ihren entsprechenden Dreiwortadressen können von den Behörden auch über ArcGIS online eingesehen werden. Das hilft dabei, das Wachstum des Lagers sowie dessen Hilfs- und Instandhaltungsbedarf besser einzuschätzen.

Um mehr über die Initiativen des CDC und HTiL in Arua zu erfahren, klicke hier.

Ein entscheidender Teil des Projekts – und seines Erfolges – besteht darin, dass alle verstehen, wie eine Adresse mit drei Worten in der gesamten Siedlung gefunden und verwendet werden kann. Ein Team aus Freiwilligen des CDC und der Flüchtlingsgemeinschaft arbeitet mit lokalen Behörden, Verwaltern und Nichtregierungsorganisationen vor Ort zusammen, um Dreiwortadressen bekannt und what3words zu einem anerkannten Standard für den Distrikt Arua zu machen.

Das HTiL hilft diesen Teams, CDC Internet Hubs in mehr 36 Schulen und Gemeindezentren vor Ort zu eröffnen. Hier lernen Flüchtlinge, wie man mit what3words umgeht, und erhalten weiterhin technologieorientierte Bildungsangebote, mit denen sie ihre IT-Kenntnisse verbessern können’. Diese Zentren werden auch als Produktionsstätten dienen, in denen das CDC permanente Dreiwortadressschilder für jedes Gebäude in der Siedlung produzieren will – ein Projekt, das im Januar 2019 beginnen wird.

Um mehr über die Initiativen des CDC und HTiL in Arua zu erfahren, klicke hier.

Das Konzept des Einsatzes von technologischen Fortschritten und Innovationen, um den Menschen einen schnellen Zugang zu zuverlässigen modernen Systemen zu ermöglichen, wird als „Technologie-Sprung“ bezeichnet. Es wird zunehmend als eine der effektivsten Methoden angesehen, um Fortschritte in Entwicklungsländern voranzutreiben.

Sebit Martin, Mitbegründer und Exekutivdirektor des CDC, sagte: „In den abgelegensten Flüchtlingslagern kann ein Mensch wenig über einen Ort sagen, welcher gleichzeitig oft verwirrend und wandelbar ist. Ganz zu schweigen davon, wie frustrierend es für die Sanitäter ist, Notfälle in einer fragilen gesundheitlichen Umgebung zu finden, in denen es um das Leben von Betroffenen geht. Daher freuen wir uns, mit what3words zusammenzuarbeiten, um diese und viele andere Probleme zu lösen, die sich im Flüchtlingslager im Distrikt Arua ergeben.“

„Schließlich möchten wir den Flüchtlingen auch die Würde geben, die sie verdienen, indem sie ihre Lebensbedingungen verbessern. Dreiwortadressen sind nicht nur ein einfaches System, Adressinformationen weiterzugeben; wir wollen sie zu einer besseren Sprache der Hoffnung in Flüchtlingslagern machen.“