07/09/2020

Leitstellen in der DACH-Region implementieren das innovative, globale Adresssystem what3words, welches von Notfalldiensten in Großbritannien, Kanada, USA und Australien bereits erfolgreich eingesetzt wird, um im Notfall Zeit sowie Ressourcen zu sparen und Leben zu retten.

Wie kann man what3words in Notfällen nutzen?

Notrufnummer anrufen und folgende Schritte durchführen:

  1. Kostenlose what3words-App für iOS oder Android öffnen
    Einige Sekunden warten, bis der blaue Punkt an einer Stelle stehen bleibt.
  2. Sich selbst orten
    Auf (iPhone) oder (Android) tippen, damit das GPS des Handys den aktuellen Standort erfasst.
  3. Drei Wörter nennen
    Dem Mitarbeiter in der Notrufzentrale die drei Wörter vorlesen, die oben auf dem Bildschirm erscheinen.

Der Standort wird verifiziert und Hilfe kann an diese exakte Stelle geschickt werden. Hinweis: Nicht alle Notfalldienste akzeptieren Dreiwortadressen. In Notfällen sollten daher immer so viele Standortinformationen wie möglich weitergegeben werden können.location where help is needed.

Was ist what3words?

what3words macht es für Nutzer von Notrufnummern einfacher, den Ort, an dem Hilfe benötigt wird, exakt anzugeben. Das System hat jedem 3 m x 3 m großen Quadrat eine sogenannte Dreiwortadresse zugeteilt, die aus einer einmaligen Kombination von drei Wörtern besteht. Wenn ein Wanderer beispielsweise in einem weitläufigen Gebiet, wie dem Nationalpark Berchtesgaden, in eine Notsituation gerät, kann er mit einer Dreiwortadresse wie ///ausbreitete.eisblau.aufrecht für die Rettungskräfte genaue Ortsangaben machen. Dreiwortadressen ermöglichen es Notfalldiensten also, punktgenau Orte zu finden, die keine verlässliche Straßenadresse haben, seien es Plätze in ländlichen Gegenden oder neue Gebäude und Baustellengebiete, die oft nicht in digitalen Karten verzeichnet sind.

Jeder kann Dreiwortadressen mithilfe der kostenlosen what3words-App, die auch offline ohne Internetverbindung funktioniert, oder der Online-Karte finden. Wenn Notfalldienste eine Dreiwortadresse erhalten, wird diese sofort an die jeweiligen Einsatzkräfte weitergeleitet, die dann mit der what3words-App direkt zum Ort des Vorfalls navigieren können. Dreiwortadressen können mit der Online-Karte einfach in andere Formate wie GPS-Koordinaten umgewandelt werden. In vielen Fällen ist es allerdings schneller und einfacher, per Telefon oder Funk drei Wörter weiterzugeben – und vor allem ist es weniger fehleranfällig als komplizierte Koordinaten.

Notfalldienste zu den Vorteilen von what3words.

Notfalldienste in der DACH-Region, die what3words nutzen:

Deutsche Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei:
ILS Allgäu
ILS Augsburg
ILS Bayreuth
Leitstelle Feuerwehr Bielefeld
ILS Bodensee-Oberschwaben
ILS Coburg
Leitstelle Darmstadt-Dieburg
ILS Diepholz
ILS Donau-Iller
Leitstelle Essen
Leitstelle Feuerwehr Hagen
ILS Heilbronn
Leitstelle Hersfeld-Rotenburg
ILS Hochfranken
ILS Ingolstadt
Kreisleitstelle Gütersloh
Integrierte Leitstelle Main-Tauber-Kreis
Integrierte Leitstelle Mitte Landkreis Rostock
ILS Mittelfranken-Süd
ILS München
ILS Neckar-Odenwald
ILS Northeim
ILS Oberland
ILS Ortenau
Regionalleitstelle Ostwürttemberg
Großleitstelle Oldenburger Land AöR
ILS Reutlingen
ILS Rhein-Neckar Heidelberg
ILS Rosenheim
IRL Schaumburg
ILS Schweinfurt
ILS Straubing
ILS Stuttgart
Landeseinsatzzentrale der Thüringer Polizei
ILS Untermain
Kooperative Regionalleitstelle West
ILS Westmecklenburg (Schwerin)
Johanniter Unfallhilfe Ingolstadt
Leitstelle Zeven, zuständig für den Landkreis Rotenburg (Wümme)

Österreichische Notrufzentralen:
Notruf Niederösterreich

Schweizer Notfalldienste:
Kantonspolizei Aargau
Kantonspolizei Nidwalden
Schweizer Luftrettungsorganisation

Notfalldienste zu den Vorteilen von what3words:

Peter Palsbröker, Leiter der Leitstelle Feuerwehr Bielefeld: „Genauere Adressangaben sind für uns in der Leitstelle absolut sinnvoll und eben das macht what3words möglich. Denn wir erhalten natürlich auch Anrufe, bei denen der Anrufer nicht genau weiß, wo er ist. Auf Autobahnen haben wir oft das Problem. Oder in größeren Gebäuden in der Stadt, an der Universität zum Beispiel. In dem Fall fahren wir einen zentralen Ort an und müssen dann von dort aus suchen, wo sich der Patient tatsächlich aufhält. Das ist für uns immer sehr zeitaufwändig. Wenn wir eine Dreiwortadresse bekommen, dann ist für uns die Frage nach dem Standort sofort geklärt. Selbst wenn es keine postalische Adresse ist, sondern ein Einsatz auf einem Feld oder in einem Wald, können wir die Fahrzeuge ganz genau dorthin lenken.

Sven Müller, Leiter vom Dienst Landesverband Bayern, Johanniter: „Es kommt immer wieder vor, dass neue Gebäude oder Baugebiete noch nicht in die offiziellen Pläne eingefügt worden sind. Hier können wir dennoch über what3words punktgenau unseren Einsatzort finden … Je mehr Menschen what3words auf Ihr Handy laden und die App auch nutzen, umso leichter tun wir uns zukünftig, den Einsatzort zu finden und zusammen mit der Leitstelle schnell und effektiv zu helfen.“

Rainer Kimmel, stv. Leiter der Leitstelle ILS Ingolstadt (Sachgebiet Feuerwehr): „Der Einsatz von neuen Technologien, wie z. B. what3words, hilft uns, unsere Arbeit deutlich effizienter zu gestalten und Menschenleben zu retten.“

Erfahren Sie mehr über what3words für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei hier.

what3words für Notfälle

So informieren Organisationen und Privatnutzer über den Einsatz unserer Dreiwortadressen.

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